UV-C-LED-Licht gegen pathogene Keime auf rohen Eiern

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Forschungsprojekt „UVegg“ untersucht, ob die Behandlung von Konsumeiern mit UV-C-LED-Strahlung als zusätzliche Massnahme geeignet ist, das Risiko für Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen und Campylobacter zu verringern. Im Allgemeinen konnte in dem Projekt mittels UV-C-LED-Behandlung die Anzahl der künstlich aufgebrachten Bakterien auf Eioberflächen reduziert werden, allerdings abhängig von dem Verschmutzungsgrad und der bakteriellen Kontaminationsstufe.

Rohe Eier können auf ihrer Schale oder im Inneren bakterielle Krankheitserreger enthalten. Dazu zählen Campylobacter ebenso wie Salmonellen, die zu Lebensmittelinfektionen führen können. Neben der Bekämpfung des Vorkommens von Krankheitserregern in Legehennenbetrieben, können technische Verfahren helfen, die Zahl auf Eiern vorhandener Krankheitserreger zu reduzieren.

Es ist jedoch nicht erlaubt, Konsumeier zu waschen oder mit chemischen Substanzen zu behandeln. Daher setzen einige Eierpackstellen bereits UV-C-Niederdruck-Quecksilberdampflampen ein, um bakterielle Belastungen auf Eierschalen zu reduzieren. Die Lampen emittieren UV-Licht im „C“- Wellenbereich, welches bei Bakterien Nukleinsäure- und Protein-Schäden verursacht. In den Lampen ist jedoch Quecksilber enthalten. Die toxischen Eigenschaften dieses Schwermetalls und die notwendige Entsorgung als gefährlicher Abfall stellen für Mensch und Umwelt eine potentielle Belastung dar, weshalb der Einsatz dieser Technologie in der Europäischen Union (EU) schrittweise auslaufen soll (Verordnung (EU) 2017/852). Die UV-C-LED-Paneele sind eine mögliche Alternative zu den konventionellen UV-C-Lampen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Forschungsprojekt „UVegg“ untersucht, ob die Behandlung von Konsumeiern mit UV-C-LED-Strahlung als zusätzliche Massnahme geeignet ist, das Risiko für Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen und Campylobacter zu verringern. Im Allgemeinen konnte in dem Projekt mittels UV-C-LED-Behandlung die Anzahl der künstlich aufgebrachten Bakterien auf Eioberflächen reduziert werden, allerdings abhängig von dem Verschmutzungsgrad und der bakteriellen Kontaminationsstufe.

Im Projekt wurde gezeigt, dass UV-C-LED-Strahlung die Anzahl der Bakterien auf optisch sauberen bzw. geringfügig verschmutzten Eioberflächen reduziert. Höhere Verschmutzungsgrade und grössere Mengen an Bakterien mindern den Effekt der UV-C-LED-Bestrahlung mitunter erheblich.

Nach Auswertung der verfügbaren Publikationen und den Forschungsergebnissen des UVegg-Projekts kommt das BfR zu dem Schluss, dass mittels LED-Paneelen generiertes UV-C Licht (UV-C-LED) mit einer Wellenlänge von 280 Nanometern (nm), einer Intensität von ~ 2,4 Milliwatt/Quadratzentimeter (mW/cm²) und einer Expositionszeit von 5 Sekunden geeignet ist, auf optisch sauberen Eierschalen vorhandene Salmonellen oder Campylobacter um etwa eine Log-Stufe/cm2 zu reduzieren. Damit ist die durch die UV-C-LED erreichte Keimreduktion geringer als die der zurzeit in Packstellen eingesetzten konventionellen UV-C Lampen. Eine sichtbare Verschmutzung der Konsumeier führt zu einer weiteren Verringerung des Effekts einer UV-C-LED-Behandlung.

Weitere Informationen unter www.bfr.bund.de