«Tierschutz» kritisiert Fleisch-Preisunterschied bio-konventionell

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Der Labelmarkt Fleisch steht unter Druck. Der Absatz in verschiedenen Fleischkategorien stagniert oder ist sogar rückläufig. Das wirkt sich auf die Tierwohlbewegung aus, die trotz der Förderprogramme des Bundes und der gegenwärtigen Sensibilitäten hinsichtlich eines ethisch verantwortungsvollen Konsums ins Stocken geraten ist.

Noch immer lebt erst knapp ein Drittel der Tiere der Hauptkategorien (Kühe, Rinder, Kälber, Schweine, Lämmer) in Produktionssystemen, die vom Schweizer Tierschutz STS empfohlen werden (Labelbewertung essenmitherz.ch). Bei den Mastpoulets sind es bescheidene 8%.

Wie eine neue Marktanalyse des Schweizer Tierschutz STS zeigt, ist die verzerrte Preissituation ein wesentlicher Grund für diese Stagnation: Nachhaltig und tierfreundlich erzeugte Fleischsortimente werden im Markt preislich unattraktiv positioniert. Demgegenüber werden die Preise der konventionellen Sortimente künstlich niedrig gehalten und die Produkte zu Tiefstpreisen angeboten. Damit wird der Absatz einseitig gefördert, es herrscht keine Kostenwahrheit, es findet ein Dumping auf Kosten der Tiere statt!

Fazit ist, dass wegen der hohen Preisdifferenzen zwischen Label- und konventionellem Fleisch das grosse Potenzial von Labelprodukten nicht ausgeschöpft werden kann. Gleichzeitig werden die Labelproduzenten nicht proportional am Verkaufspreis beteiligt, obwohl sie es sind, die den Mehrwert im Bereich Tierwohl erzeugen. Ihre Anteile an der Gesamtwertschöpfung sind bei Labelprodukten deutlich geringer als im konventionellen Sortiment.

Ausgehend von der aktuellen Marktsituation und den Ergebnissen der vorliegenden Analyse fordert der Schweizer Tierschutz STS: Von den Marktakteuren die Uebernahme von Verantwortung für eine tierfreundliche Produktion, keine Marktverzerrungen bei den Preisen und eine gerechte, faire Abgeltung der «bestellten» Tierwohlleistungen. Durch Anreize für Tierwohlleistungen und Ausbau der Tierwohlprogramme soll zudem der Bund zugunsten einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion lenkend eingreifen.

(STS 6.3.2020)

EVENTS

INTERNORGA

Leitmesse für den Ausser-Haus-Markt

Datum: 20. - 24. Juni 2020

Ort: Hamburg (D)

Empack Schweiz

The Future of Packaging Technology

Datum: 18. - 19. November 2020

Ort: Zürich (CH)

FBKplus

Schweizer Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf

Datum: 16. - 19. Januar 2021

Ort: Bern (CH)

ISM

Weltleitmesse für Süsswaren und Snacks

Datum: 31. Januar - 03. Februar 2021

Ort: Köln (D)

Pro Sweet Cologne

Internationale Zuliefermesse für Süsswaren- und Snackindustrie

Datum: 31. Januar - 03. Februar 2021

Ort: Köln (D)

Pumps & Valves

Fachmesse für Pumpen- und Ventiltechnik

Datum: 10. - 11. Februar 2021

Ort: Zürich (CH)

maintenance Schweiz

Schweizer Fachmesse für industrielle Instandhaltung und Facility Management

Datum: 10. - 11. Februar 2021

Ort: Zürich (CH)

BioFach

Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel

Datum: 17. - 20. Februar 2021

Ort: Nürnberg (D)

EuroCIS

Fachmesse für Retail Technologien

Datum: 23. - 25. Februar 2021

Ort: Düsseldorf (D)

LogiMat

Internationale Fachmesse für Intralogistik

Datum: 09. - 11. März 2021

Ort: Stuttgart (D)

Anuga FoodTec

Internationale Zuliefermesse für die Lebensmittel-und Getränkeindustrie

Datum: 23. - 26. März 2021

Ort: Köln (D)

Lebensmitteltag

Die führende schweizerische Lebensmittelfachtagung von bio.inspecta und SQS

Datum: 15. April 2021

Ort: Luzern (CH)

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